Honig gehört zu den klassischen Naturprodukten, die im Einzelhandel und direkt beim Imker erhältlich sind. Die Preise schwanken je nach Herkunft, Sorte, Vermarktungsweg und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Statistik zu Honigpreisen zeigt deutlich, dass Honig kein „Massenprodukt“ mehr ist – sondern ein wertvolles Lebensmittel mit deutlichen Preisniveaus.
1. Durchschnittliche Einzelhandelspreise
Aktuelle Daten zeigen, dass sich Honigpreise in Deutschland auf einem stabil höheren Niveau befinden:
- Der Preis für ein *500‑Gramm‑Glas Blütenhonig liegt durchschnittlich bei etwa 6,60 € (Stand 2025/Nov), und das trotz einer Rekordhonigernte. Dieser Preis gilt vor allem für klassische Blütenhonige im stationären Handel. (CBI)
- Die Preise für Honig hängen stark von der Sorte ab: Sorten wie Akazien‑ oder Lindenhonig liegen deutlich über einfachen Blütenhonigen – teils bis zu etwa 7,50 € pro Kilogramm oder mehr je nach Produkt.
Faktoren, die Honig teurer machen:
- Höhere Produktions‑ und Vermarktungskosten (z. B. Gläser, Etiketten, Transport)
- Premium‑Produkte oder Bio‑Zertifikate (Aufpreis gegenüber konventionellem Honig)
- Regionale Produkte eher höher im Preis
2. Preisstruktur und Handel
Die Struktur des Honigmarktes beeinflusst die Preise deutlich:
- Importpreise für Honig selbst sind vergleichsweise gering – z. B. ca. 3,28 € pro Kilogramm (Importpreis) im Jahr 2023. (CBI)
- Großhandelspreise in Deutschland liegen im Schnitt bei rund 5,28 € pro Kilogramm, was zeigt, dass vorverarbeitete Ware bereits einen deutlichen Wertaufbau erfahren hat. (CBI)
- Einzelhandelspreise sind meist 2,5‑ bis 3‑mal höher als Importpreise, da Kosten für Produktion, Verpackung, Logistik und Handel dazukommen. (CBI)
Das bedeutet: Vom Rohprodukt bis zum Regalpreis entsteht eine Preissteigerung, die Wertschöpfung, Transport und Vermarktung umfasst.
3. Aktuelle Trends und Preisdynamik
Trotz einer ausgeprägten Honigernte 2025, bei der durchschnittlich 37,5 kg Honig pro Bienenvolk geerntet wurden – ein historischer Rekord –, stiegen die Preise dennoch moderat an. Das zeigt, dass andere Faktoren die Preisentwicklung stärker beeinflussen als allein die Menge der geernteten Ware. (zevener-zeitung.de)
Warum steigen die Preise?
- Höhere Kosten für Verpackung, Energie und Betriebsmittel für Imkerinnen und Imker
- Steigende globale Nachfrage nach Honig
- Teils höhere Preise für Importhonig
4. Preisunterschiede nach Sorten & Herkunft
Die Preisstatistik zeigt große Unterschiede je nach Honigsorte:
| Honigsorte und Typ | Typischer Preis (ca.) |
|---|---|
| Blütenhonig (500 g) – Standard | ca. 6,60 € (Landtag Baden-Württemberg) |
| Blütenhonig hochwertig / Sortenhonig | 7 – 8 € + |
| Akazien‑ oder Lindenhonig (Premium) | 7,50 € + |
| Importhonig (Discounter) | teils 3 – 4 € pro 500 g (Bee News) |
Diese Spannen spiegeln regionale Unterschiede, Vermarktungswege und Qualitätsniveaus wider – ein Honig vom Discounter ist deutlich günstiger als ein regionaler Imkerhonig mit Bio‑ oder Sortenkennzeichnung. (Bee News)
5. Fazit – Honigpreise in der Statistik
Honigpreise liegen im Einzelhandel meist bei etwa 6,60 € / 500 g für typische Blütenhonige. (CBI)
Premium‑ oder Sortenhonige sind deutlich teurer und können je nach Qualität und Herkunft Preise von 7 € und mehr pro 500 g erreichen.
Die Preisspanne ist stark vom Vermarktungsweg, Verpackung und Zusatzkosten abhängig – industrielle Ware kann deutlich günstiger sein als regionale Honigproduktion. (CBI)
Trotz hoher Ernte 2025 stiegen Preise weiter moderat, was zeigt, dass Produktionskosten und Nachfrage einen größeren Einfluss haben als allein die Menge. (zevener-zeitung.de)