Wie oft sollte man einen Bienenschwarm inspizieren?

Die regelmäßige Kontrolle eines Bienenschwarms ist essenziell, um das Volk gesund und stark zu halten. Doch wie oft ist „richtig“? Zu häufige oder zu seltene Kontrollen können Probleme verursachen. Hier erfährst du, worauf es ankommt.


Warum ist die Schwarminspektion wichtig?

Bei der Kontrolle überprüfst du:

  • Gesundheit der Bienen (Krankheiten, Parasiten)
  • Zustand der Brut (Eier, Larven, Puppen)
  • Vorräte (Honig und Pollen)
  • Zustand der Behausung (Waben, Platz)
  • Entwicklung des Volkes

Empfohlene Inspektionshäufigkeit

  • Im Frühjahr: Alle 7–10 Tage kontrollieren, denn hier wächst das Volk stark und Brut oder Krankheiten können sich schnell ausbreiten.
  • Im Sommer: Alle 10–14 Tage reicht meist aus, um den Bestand und Honigvorrat zu prüfen.
  • Im Spätsommer und Herbst: Weniger häufig, etwa alle 3–4 Wochen, Fokus auf Vorratslage und Wintervorbereitung.
  • Im Winter: Keine Inspektion, da das Öffnen des Stocks die Bienen stört und sie Energie kostet.

Worauf achten bei der Kontrolle?

  • Sanft und ruhig arbeiten: Bienen mögen keine Hast oder grobe Bewegungen.
  • Nasse und kalte Tage meiden: Besser bei warmem, sonnigem Wetter inspizieren.
  • Auf Anzeichen von Schwarmstimmung achten: Verändertes Verhalten, Königinnenzellen, geringe Futtervorräte.
  • Varroamilbenbefall prüfen: Entsprechend der Imkerpraxis Maßnahmen ergreifen.

Was passiert bei zu häufigen Kontrollen?

  • Stress für die Bienen
  • Verlust von Wärme im Stock
  • Erhöhtes Risiko für Verletzungen oder Brutverlust

Fazit

Eine regelmäßige, aber nicht zu häufige Inspektion hilft dir, frühzeitig Probleme zu erkennen und dein Bienenvolk gesund durch die Saison zu bringen. Als Faustregel gilt: Im Frühjahr häufiger, im Sommer moderat und im Winter gar nicht.


Wenn du möchtest, gebe ich dir gerne eine Checkliste für die Bienenstockkontrolle!