Einen bienenfreundlichen Garten anlegen: Tipps

 

 

Es gibt keinen besseren Klang als einen lebendigen Garten mit dem geschäftigen Summen von Bienen. Gärtner haben diesen hart arbeitenden Bestäubern viel zu verdanken – ohne sie könnten wir nicht viele der Früchte und Gemüsesorten anbauen, die wir für selbstverständlich halten. Es lohnt sich daher, ein paar einfache, aber hochwirksame Elemente im Garten aufzunehmen, um diese essenziellen Insekten anzulocken. Wissenschaftler haben in den letzten Jahrzehnten festgestellt, dass die globale Bienenpopulation zu schrumpfen scheint.

 

Es ist nicht genau bekannt, was für den Rückgang der Arten verantwortlich ist. Die globale Erwärmung, der Verlust des Lebensraums sowie die Verbreitung von Pilzen und Krankheiten könnten jedoch eine Rolle spielen. Mit abnehmender Anzahl ist es heute wichtiger denn je, ein Umfeld im Garten zu schaffen, das dem Wohlbefinden von Bienen förderlich ist und dazu beitragen kann, die lokale Bevölkerung dieser Tiere zu stärken. In dem folgenden Artikel werden Unterschied Tipps aufgelistet, die dabei helfen, einen bienenfreundlichen Garten anzulegen.

 

Warum brauchen Bienen unsere Hilfe?

 

In vielen Teilen der Welt sind Bienen und andere Bestäuber, wie z. B. Schmetterlinge, rückläufig. Die Gründe sind komplex, umfassen jedoch moderne landwirtschaftliche Techniken, die Ausbreitung von Städten und den Verlust von natürlichen Lebensräumen wie Wildblumenwiesen. Bienen leisten einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung der Pflanzen, die einen Großteil der von uns verzehrten Lebensmittel produzieren. Sie bestäuben auch die wilden Blumen, die die Insekten füttern, die die Nahrungskette befeuern.

 

Indem Bienen geholfen wird, hilft man der Tierwelt – und auch sich selbst. Zusammen bilden Gärten eine ausgedehnte Grünfläche. In Städten bieten sie Korridore für Pflanzen, die für die städtische Tierwelt von entscheidender Bedeutung sind. Durch die Schaffung bienenfreundlicher Räume in den Gärten kann dazu beigetragen werden, gefährdete Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und gleichzeitig bessere Ernten zu erzielen.

 

Bienenfreundliche Blumen wählen

 

Einige Blumen ziehen Bestäuber an und setzen den Garten fest auf ihre Karte. Durch die ständige Versorgung der Bienen mit Pollen und Nektar bleiben die Bienen das ganze Jahr über vor Ort. Es gibt keine festen Regeln für das Pflanzen, aber man sollte sich für Blüten entscheiden, die reich an Pollen und Nektar sind. Dies bedeutet in der Regel die Auswahl einzelner Blüten gegenüber gefüllten Blüten. Wenn man in seinem Garten eine große Auswahl an Blumen, einschließlich vieler Bäume und Sträucher, bereitstellt, erhält man ein größeres Bankett für die Bienen.

 

Pflanzen, die zu Beginn des Jahres blühen, bieten Nahrung für Bienen, die vom Winterschlaf kommen. Geeignete Pflanzen sind: Weiden, Weißdorn, die Blüte von Obstbäumen wie Äpfeln, Kirschen und Pflaumen und Pflanzen wie Krokus und Aubretia. Hervorragende Sommerblüher sind Klee, Ringelblume und Borretsch. Gehen Ende des Jahres sollte sichergestellt werden, dass in der Spätsaison Blumen wie Aster, Echinacea und Efeu zur Verfügung stehen. Dies sind nur einige der vielen verfügbaren bienenfreundlichen Blumen.

 

Blumen strategisch pflanzen

 

Die meisten bienenfreundlichen Blüten bevorzugen einen sonnigen, trocknen und geschützten Standort. Pflanzen sollten zudem in Blöcken oder Schwaden gezüchtet, um ihre nützliche Wirkung für Bienen zu maximieren. Weiterhin ist es hilfreich Blumen in ein Obst- und Gemüsebeet einzuordnen – entweder am Rand, an den Enden der Beete oder zwischen Feldfrüchten als Begleitpflanzen. Es ist zu beachten, dass auch blühendes Gemüse wie Bohnen Bienen anzieht.

 

Chemikalien im Garten vermeiden

 

Gärtner, die im Einklang mit der Natur stehen, sollten zudem keine chemischen Pestizide oder Unkrautbekämpfungsmittel verwenden. Diese unnatürlichen Bekämpfungsmittel wirken sich sowohl direkt als auch indirekt auf nützliche Wildtiere aus, indem sie die Nahrungskette stören, Bestäuber- und Schädlingspopulationen sowie Schädlinge abbauen und den Gärtner in Abhängigkeit von weiteren Chemikalien bringen. Stattdessen sollte man sich für eine natürliche Schädlingsbekämpfung, einschließlich Netzen, Gartenvlies- oder Maschensperren und Begleitpflanzen entscheiden, sowie für eine natürliche Unkrautbekämpfung (siehe hier) und regelmäßiges Hacken und Mulchen.

 

Bienenlebensraum bereitstellen

 

Wildbienen nisten an verschiedenen Orten, einschließlich kleiner Löcher, die von anderen Tieren hinterlassen wurden, in geschützten Winkeln, beispielsweise auf einem Komposthaufen oder zwischen dicken Grasbüscheln. Es ist hilfreich eigene Bienenhotels zu kaufen oder zu bauen, um weiteren Lebensraum für viele Arten von Bienen und Hummeln zu schaffen. Es genügt hierfür bereits, wenn man Bündel von hohlen Stielen, Stöcken und Zweigen sammelt und in eine wasserdichte Außenhülle packt oder unterschiedlich große Löcher in einen Block aus unbehandeltem Holz bohrt. Zudem sollte sichergestellt werden, dass sich die Bienenhotels an geschützten Orten befinden.

 

Wartung und Pflege der Bienenhotels

 

Es ist wichtig, das Bienenhotel regelmäßig zu warten und zu reinigen. Das Wichtigste bei einem Bienenhotel ist, dass es jedes Jahr gesäubert wird, alles entfernt und gesäubert und dann zur Veröffentlichung im folgenden Jahr vorgelegt wird. Andernfalls wird das Hotel von Parasiten befallen und ist voll von nichts als toten Bienen. Alles sollte leer und sauber sein, bevor neue Bienen ihre Eier legen. Zudem sollte das Hotel im Herbst an einem kühlen, trockenen und sicheren Ort, z. B. in einem Gartenhaus gelagert werden. Im Frühling kann es dann wieder zurückgestellt werden. Einige Leute öffnen im Winter alle Schilfrohre und entfernen lebende Eierkokons, damit sie leichter gelagert werden können.